Say My Name

Performance

Nach aktueller wissenschaftlicher Definition ist „ein Name ein verbaler Zugriffsindex auf eine Informationsmenge über ein Individuum oder ein Objekt“. Namen sind somit einer Person, einem Gegenstand, einer organisatorischen Einheit oder einem Begriff zugeordnete Informationen, die der Identifizierung und Individualisierung dienen sollen.

In der Kunst spielen Namen eine wichtige Rolle. Mit dem Eigen- oder Künstler*innennamen sich einen „Namen“ zu erarbeiten, ist neben der Umstrukturierung der Gesellschaft und Äußerung der Kapitalismuskritik eine der größten Motivationen der meisten Künstler*innen. Mit der Bekanntheit des eigenen „Namens“ steigt häufig auch der Handelswert ihrer/seiner angebotenen Kunst. Gleichzeitig stellen Künstler*innnennamen im Gegensatz zu Personennamen Eigenbezeichnungen dar, die sich eine eigene Identität erschaffen, bestimmte reale oder fiktive Aspekte des Charakters hervorheben oder gar erfinden…

In „Say My Name“ dreht sich alles um die individuellen Namensgeschichten des teilnehmenden Publikums, das in installierten Zelten in Eins-zu-eins-Situationen anhand eines strukturierten Fragebogens befragt wird. Im zweiten Schritt rücken die Performer*innen diese Geschichten am Lagerfeuer in neue, eventuell verfremdete Perspektiven und machen aus den Namen des Publikums Kunst.

Konzept, Performance: FRAJUKASA

Performancegarten XP, Brühl, 2019